Mehr 25
Jahre hatte ich den Wunsch mir eine Steirische (Knopfharmonie, diatonische
Harmonika) zu kaufen und dieses Instrument zu erlernen.
Im April 2007 war es dann endlich so weit.
Das Angebot war in Ordnung (zwar gebraucht, aber direkt vom Hersteller)
Ein Lehrer war auch schnell gefunden
UND ENDLICH KONNTE ES LOSGEHEN
Wenn man
gewohnt ist sog. normale Instrumente zu spielen, außerdem das Notenlesen
beherrscht und auch nach Noten spielen kann,
dann steht man vor der Steirischen wie der berühmte "Ochs vorm Berg"
Du bekommst etwas in die Hand gedrückt, das auf den ersten Blick aussieht, wie
Noten,
aber das Geschreibsel hat mit dem, was du mal als Noten gelernt hast überhaupt
nichts zu tun.

Eine Tonleiter
zu spielen erfordert für den Anfänger schon höchste Konzentration.
Du glaubst du hast sie mal beisammen, dann geht dir (dem Instrument) die Luft
aus und du musst ziehen, statt drücken
und schon liegen die mühsam erarbeiten Töne wider ganz wo anders. OK, Tonleitern
sind ja auch nicht der Sinn der Sache.
Akkorde kannst
du dafür umso leichter spielen und da ich als Gitarrist natürlich die
Akkordwechsel im Blut habe,
hatte ich auch ziemlich schnell rausgefunden, wann ich auf Zug bzw. auf Druck
spielen muss (1. Stufe Druck, 5. Stufe Zug).
Endlich hatte
ich die ersten Grundbegriffe drauf, dann sollte es natürlich zu den bekannten
Stückl gehen.
"Solide Alm" vom Goisern wäre gar nicht so schlecht.
Nach
wochenlangem Üben hatte ich endlich den ersten Teil drauf
und voller Stolz wollte ich mein Können meinen beiden sehr musikalischen Kindern
vorspielen.
Diese hörten auch geduldig zu und meinten am Ende, wie das im Original klingen
würde.
Ich kramte die CD raus und ließ den Maestro selbst erklingen.

Der lapidare
Kommentar:
"Der spuilt dös aba nomoi so schnell"
Also gut, nichts mit dem ersten Applaus.
Man kann halt
auch die Steirische nicht innerhalb 6 Monaten erlernen,
aber es geht doch (Üben, üben, üben vorausgesetzt) ziemlich flott voran.
Hier mein
erster öffentlicher "Auftritt"
Tatort:
eine Hütte auf der Rusel (Bay. Wald)
Tatzeit:
war schon später am Abend
Tatzeugen:
Freunde aus Buchhausen
Auf da Hüttn
(WMV-Datei, ca. 2,3 MB)
An dieser Stelle möchte ich einem Mann danken, der unheimlich viel für die Pflege der Volksmusik und speziell für Spieler der Steirischen tut:
Herr Franz
Fuchs aus Klosterneuburg in Österreich
Seine Website ist eine wahre Fundgrube mit vielen Tipps für Anfänger
und sehr, sehr viel Volksmusik-Noten,
Griffschrift-Tabulaturen für die Steirische
Capella-Dateien, Midi-Files;
Online Volksmusikschule usw.
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